Hypnose

Was ist Hypnose?


Mit dem Bewusstsein können wir analytisch, logisch und auch kritisch denken. Es bezieht seine Informationen aus den allen gemachten Erfahrungen und teilweise zugänglichen Themen aus der Großhirnrinde (Cortex). Die Willenskraft steht unter der Kontrolle des Bewusstseins.
Der kritische Teil des Bewusstseins befindet sich an der Grenze zum Unterbewusstsein. Neue Informationen (Erfahrungen) werden an den kritischen Teil weitergegeben. Sind sie logisch und schlüssig (nach einem Vergleich mit den Informationen, die im Unterbewusstsein bereits gespeichert sind), werden sie akzeptiert und gehen dann auch ins Unterbewusstsein. Dort werden dann vorhandene Gewohnheiten und internalisierte Glaubenssätze bestätigt und verstärkt. Stimmen neue Erfahrungen nicht mit unbewussten Erfahrungen überein, werden sie vom kritischen Bewusstsein abgewiesen.
Die Kapazität des Unterbewusstseins ist nach heutigem Wissensstand praktisch unbegrenzt (100 Millarden Neuronen, jedes Neuron ist mit 15.000 anderen Neuronen direkt verschaltet).

Das Unbewusste regelt das autonome Nervensysten, es steuert Herzschlag, Atmung usw. und unser Immunsystem. Es enthält Instinkte und auch Reflexe. Das Unbewusste kann konditioniert werden (Pawlowscher Hund), was dann durch das Bewusstsein nicht oder nur schwerlich kontrolliert werden kann. Es hat nur begrenzte Lernfähigkeiten. Die Besetzung von Ereignissen mit Gefühlen wird ebenfalls unbewusst gesteuert (durch die Amygdala) und können nur bedingt kontrolliert werden (erst nach z.B. systematischer Desensibilisierung). Eine wichtige Funktion des Unbewussten ist die Steuerung von Schutzreflexen (Flucht, Kampf, Lähmung), wie es in Belastungs- und traumatisierenden Situationen geschieht. In Krisensituationen macht der Geist davon Gebrauch (es reagiert dann mit dem sog. Reptiliengehirn). Der Zugang zum Cortex (Bewusstsein) ist in diesem Moment blockiert, weil sonst das Überleben des Organismus' nicht gesichert wäre (Überlebensreaktionen müssen blitzschnell passieren und können nicht erst mit gemachten Erfahrungen abgeglichen werden).

Die Hypnose kann auf das Unterbewusstsein Einfluss nehmen, weil im Trancezustand der kritische Teil des Bewusstseins sehr gut zur Kooperation gebracht werden kann, wie es ohne Trance kaum oder nur begrenzt möglich wäre. "Hypnosis ist the bypass of the critical factor of the conscious mind and the establishment of acceptable selective thinking." (U.S. Department of Education). Frei übersetzt: Durch Hypnose werden solche Sichtweisen ins Unterbewusstsein eingebracht, die für den Hypnotisanden akzeptabel sind. Sind sie akzeptabel, passieren sie mit Hilfe der Hypnose den kritischen Teil des Bewusstseins und gelangen direkt ins Unterbewusstsein. Dort können sie auf eine sichere und effektive Art unsere Gewohnheiten und z.B. Glaubenssätze über uns selbst positiv verändern (vgl. Dirk Treusch). Für diesen "Bypass" gibt es viele herausragende Techniken (vgl. NLP), welche zum Nutzen des Hypnotisanden, aber auch zu seinem Schaden, verwendet werden können.

Es gibt drei Grundzustände der Psyche: den Wachzustand, die Trance und den Schlaf. Der hypnotische Zustand ist der der Trance. Sie werden durch die Gehirnwellenmusterzustände beschrieben (Trance-Zustände): Die anderen Grundzustände sind: Das heutige Verständnis von Hypnose fusst auf der Fähigkeit eines Menschen, suggestibel zu sein. Fremdhypnose kann als moderierte Selbsthypnose verstanden werden. Heute wissen wir auch, dass die Spiegelneurone eine wesentliche Rolle dabei spielen, Verhaltenweisen von anderen zu übernehmen oder nachzuahmen. Entscheidend ist die Beziehung zwischen Hypnotiseur und Hypnotisand, welche von Vertrauen und Sympathie geprägt sein soll.

Noch ein kleiner Abstract zur Blitz- (oder Bühnen-)hypnose:
Sie hat keinen eigenständigen Wert, ausser, dass die Wirkung von Trance dargestellt werden kann.

Die Blitzhypnose folgt den Prinzipien,

Auswahlliteratur

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